Wenn man unser Leben als Landschaft betrachtet, sind die Gefühle der Fluss der mitten hindurch fließt. Dieser Fluss gibt der Landschaft das Leben, die notwendige Fülle, um unsere Früchte zu ernten. Ohne ihn wäre die Landschaft karg und öde. Dieser Fluss kann mal gemächlich vor sich hinplätschern, oder aber zum reißenden Gewässer werden, je nach Gefühlslage. Und es gibt eine ganze Bandbreite von Gefühlen, von Todtraurig bis zum absoluten Glück. Dabei hat jedes einzelne seine Berechtigung und auch seinen Grund. Jedes Gefühl möchte erkannt und gelebt werden und das am Besten sofort. So fließt unser Fluss an Gefühlen durch die Landschaft und schenkt uns reife Früchte und Entwicklung. Wird das Gefühl unterdrückt, so bauen wir seitlich des Flusses eine Betonmauer. Vielleicht taten wir das schon in der Kindheit, weil uns gesagt wurde, dass wir nicht weinen sollen und nicht wütend werden dürfen. So zwängten wir den Fluss ein und ließen ihn nicht seinen eigenen Lauf nehmen. Und jedes Mal, wenn eine Situation in unserem Leben eintritt, die wie starker Regen auf unsere Landschaft fällt, steigt der Fluss an. Mit jedem Regenfall wird der Wasserstand höher und höher.
Wenn wir den Fluss nicht mit unserer Betonmauer eingezwängt hätten, könnte er sich jetzt seinen Weg selber suchen. Unsere Landschaft wäre zwar kurzfristig verändert, aber sobald das Wasser wieder sinken würde, könnten wir wieder unsere Früchte ernten.
Durch diese Betonmauer jedoch, steigt der Fluss so lange an, bis er über die Ufer schwappt.
Dann ist unsere Landschaft für längere Zeit nicht mehr bewohnbar, Chaos breitet sich aus und auch die Früchte sind weggeschwappt.
Darum ist es wichtig, unsere Gefühle zu erkennen und auszudrücken.
Trete beiseite und frage Dich:
Wie weit lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf?
Wie drücke ich sie aus?
Habe ich „Betonmauern“ aufgestellt, um meine Gefühle einzuzwängen?
Was würde passieren, wenn ich meinen Gefühlen mehr folgen würde?
Erlaubt es mir mein Umfeld, meine Gefühle auszudrücken?
In wie weit erlaube ich es mir selbst?
Für mich bedeutet Lichtarbeit, das Licht dort hinzugeben, wo es noch dunkel ist. Diese „dunklen“ Stellen fühlen sich schwermütig und traurig an. Wenn man sie aber ein bisschen näher beleuchtet, verlieren sie ihren Schatten. Das berühmte Glas Wasser kann entweder als halb leer, oder als halb voll gesehen werden. Halb leer bedeutet, sich mit Ängsten herumzuschlagen und dauernd zu bangen, dass es sich nicht ausgeht. Das man nicht genug hat. Nicht genug an materiellen Gütern, nicht genug Geld, nicht genug Gesundheit, nicht genug Liebe. Wichtig ist der Punkt, wo man sich zu fragen beginnt: Wie komme ich da wieder heraus aus meiner Sackgasse? Wie kann sich das Wasserglas wieder füllen? Da kommt dann der positive Kampfgeist, das Resignieren weicht.
Der Begriff Reiki stammt von den japanischen Worten rei („Geist, Seele“) und ki („Lebensenergie“). Es gibt verschiedene Reiki-Systeme. Das wohl bekannteste ist Usui-Reiki. Es entstand durch den japanischen Gelehrten Mikao Usui im Jahr 1922. Er suchte sehr intensiv nach einer neuen Heilenergie und fastete auf einem heiligen Berg, als ihm am 21. Tag eine „Lichtvision“ erschien. Mit dieser Vision erschienen ihm verschiedene Symbole und er erhielt er den Auftrag, das Wissen über Reiki einzusetzen und zu lehren.
Das Leben besteht ständig aus Geben und Nehmen.