Liebe

Herz aus MurmelnWas wären die Menschen ohne die Liebe? Ohne Liebe wäre das Leben grau in grau. Wir würden wie Roboter funktionieren. Es gäbe keine Wärme, keine Nähe und keinen Zusammenhalt. Liebe bringt die Farben, die Würze in unser Dasein. Dort wo Liebe ist, wächst und gedeiht alles. Mit Liebe werden Kranke schneller gesund, mit Liebe kann man die leckersten Gerichte zaubern und erst die Liebe lässt unser Herz vor Freude singen. Es ist wirklich ein schönes Gefühl, die Herzens-Liebe zu leben. Ob das nun mit einem Partner, mit Familienmitgliedern, mit Tieren oder mit Blumen ist- überall und Jedem tut Liebe gut. Mit Liebe können wir in ein tristes Leben einen Regenbogen zaubern. Alltägliche Sachen, wie aufräumen oder putzen, gehen mit einer Portion Liebe leichter von der Hand. Auch die Arbeit gelingt besser, wenn sich die Liebe dazugesellt. Liebe ist, im positiven Sinne, ansteckend. Wenn wir in der Liebe sind, strahlen wir das auf unsere Umwelt aus. Je mehr Liebe wir zu „allem was ist“ entwickeln, umso mehr bekommen wir auch zurück. Jeder freut sich darauf, einem liebevollen Menschen zu begegnen. Es inspiriert und hilft, das eigene Leben aus einer neuen Perspektive zu sehen.
Darum meine ich, ein Tag ohne Liebe ist ein vergeudeter Tag.

Versuche es:
Lenke einen Tag lang Deine Aufmerksamkeit auf die Liebe. Lege Dich richtig ins Zeug und versuche jedes Geschöpf, das Deinen Weg kreuzt, jede Arbeit die Du erledigst, mit Liebe zu segnen. Dann lasse den Tag am Abende Revue passieren und frag Dein Herz, wie es sich fühlt…

Angst

Nikolaus auf einem Stuhl  5Ängste gibt es so viele wie Sand am Meer: Angst nicht zu genügen. Angst es nicht wert zu sein. Angst vor der Dunkelheit. Angst vor Krankheit. Angst vor dem Verlust eines lieben Menschen. Angst den Wohlstand zu verlieren. Angst vor dem Tod, Krieg und Zerstörung. Angst, dass die Welt untergeht.
Angst wurde eigentlich eingerichtet, um uns vor Gefahr zu schützen. Urzeitmenschen brauchten diese Angst, um überleben zu können. Sie mussten auf der Hut vor wilden Tieren und vor Rivalen sein. Der Stärkere überlebte. Obwohl sich unsere Zivilisation weiterentwickelt hat, schlummern diese Urängste noch immer in uns. Wir können sicher sein, dass kein Raubtier um die Ecke springt und uns an den Kragen will. Stattdessen fürchten wir uns vielleicht vor dem Briefkasten, in dem die nächste Rechnung auf uns lauert. Wir haben Angst, die Erwartungen nicht erfüllen zu können und zu scheitern. Und gerade diese Befürchtungen sind wie ein Schwamm, der diese Ereignisse förmlich anzieht! Negatives zieht Negatives an.
Wenn sich Kinder mitten in der Nacht eine Gruselgeschichte erzählen, kannst Du Dir sicher sein, dass sich die Angst nach und nach steigert und jedes Geräusch im Zimmer die Angst noch mehr beflügelt. Wie jedes Gefühl, ist auch die Angst zu würdigen und auch sie will gelebt werden- aber nur kurz und nicht permanent!
Zuviel gelebte Angst blockiert uns im Vorwärtskommen. Sie schränkt uns ein, nimmt uns die Luft zum Atmen. Sie manipuliert das Denken und macht eine neutrale Sicht unmöglich.

Erkenne Deine Angst und schaue sie Dir genau an:
Brauchst Du Deine Angst noch?
Hat sie einen Sinn?
Was würde geschehen, wenn Du sie loslassen würdest?
Was würde sich dadurch verändern?
Wie würdest Du Dich fühlen, wenn diese Angst weg wäre?

Wut

Kind 3Wir hören die Worte eines geliebten Menschen und sie tun uns weh. Was er sagt schmerzt und trifft uns mitten ins Herz. Wir schließen unser Herz und empfinden Kummer. Wir fühlen eine ungemeine Wut im Bauch. Diese Wut lässt uns mit Worten oder Taten um uns schlagen, um sich zu Verteidigen und den Anderen niedrig zu machen. Wenn der Andere die gleiche Taktik anwendet, schlägt er mit seiner Wut zurück und das Spiel fängt von vorne an und geht immer so weiter und weiter, bis Einer aufgibt. Schaut man sich diese blinde Wut näher an, nagt darunter eigentlich der Kummer des Selbstzweifels an unserer Seele. Die Kränkung hat unser Ego verletzt. Das können wir nicht zu lassen, darum diese Abwehrhaltung.

Sobald wir das Ego aber beiseite stellen, nehmen wir der Wut den Dorn. Dann ist es uns möglich den direkten Weg zu den Selbstzweifeln zu nehmen und den Kummer anzuschauen. Dann sehen wir ganz genau, was uns so verletzt hat und warum wir so reagieren. Dann erkennen wir auch, warum der Andere in diesem Moment die verletzenden Worte verwendet hat und was in seiner Lebenssituation diesen Frust ausgelöst hat. Durch dieses Verstehen löst sich der Kampf auf. Die eigene Sichtweise wird durch die Sichtweite des Anderen erweitert und so entsteht ein Ganzes. In diesem Ganzen liegt die Lösung für das Problem, nicht in der blinden Wut.

Trete beiseite und frage Dich:
Was tue ich, wenn die Wut in mir hochsteigt?
Lebe ich sie aus?
Lebe ich sie solange aus, bis der Andere aufgibt?
Unterdrücke ich sie, damit kein Streit entsteht?
Versuche ich zu verstehen, warum der Andere so gehandelt hat?
Versuche ich seine/ihre Sichtweise zu verstehen?
Was liegt unter meiner Wut?