Nikolaus auf einem Stuhl  5Ängste gibt es so viele wie Sand am Meer: Angst nicht zu genügen. Angst es nicht wert zu sein. Angst vor der Dunkelheit. Angst vor Krankheit. Angst vor dem Verlust eines lieben Menschen. Angst den Wohlstand zu verlieren. Angst vor dem Tod, Krieg und Zerstörung. Angst, dass die Welt untergeht.
Angst wurde eigentlich eingerichtet, um uns vor Gefahr zu schützen. Urzeitmenschen brauchten diese Angst, um überleben zu können. Sie mussten auf der Hut vor wilden Tieren und vor Rivalen sein. Der Stärkere überlebte. Obwohl sich unsere Zivilisation weiterentwickelt hat, schlummern diese Urängste noch immer in uns. Wir können sicher sein, dass kein Raubtier um die Ecke springt und uns an den Kragen will. Stattdessen fürchten wir uns vielleicht vor dem Briefkasten, in dem die nächste Rechnung auf uns lauert. Wir haben Angst, die Erwartungen nicht erfüllen zu können und zu scheitern. Und gerade diese Befürchtungen sind wie ein Schwamm, der diese Ereignisse förmlich anzieht! Negatives zieht Negatives an.
Wenn sich Kinder mitten in der Nacht eine Gruselgeschichte erzählen, kannst Du Dir sicher sein, dass sich die Angst nach und nach steigert und jedes Geräusch im Zimmer die Angst noch mehr beflügelt. Wie jedes Gefühl, ist auch die Angst zu würdigen und auch sie will gelebt werden- aber nur kurz und nicht permanent!
Zuviel gelebte Angst blockiert uns im Vorwärtskommen. Sie schränkt uns ein, nimmt uns die Luft zum Atmen. Sie manipuliert das Denken und macht eine neutrale Sicht unmöglich.

Erkenne Deine Angst und schaue sie Dir genau an:
Brauchst Du Deine Angst noch?
Hat sie einen Sinn?
Was würde geschehen, wenn Du sie loslassen würdest?
Was würde sich dadurch verändern?
Wie würdest Du Dich fühlen, wenn diese Angst weg wäre?