Regelmäßiges Erden ist wichtig. Gerade wenn Du sehr kopflastig bist und viel nachdenken musst, oder aber wenn Du Dich oft mit mountain-flowers kleinhochschwingenden Energien befasst. Doch was bedeutet das Wort „Erdung” eigentlich? Es bedeutet, mit beiden Beinen fest am Boden zu stehen und das Bewusstsein zu verinnerlichen, mit aller Materie Eins zu sein und insbesondere mit der Natur verbunden zu sein. Wenn jemand nicht gut „geerdet” ist, schwebt er mit seinen Gedanken im übertragenen Sinn förmlich davon. Er kann sich vielleicht nicht gut konzentrieren, hat sprunghafte Gedanken, neigt dazu im Gespräch sehr penibel ins Detail zu gehen. Oder das Gegenteil ist der Fall: er neigt zu Gedankenlosigkeit, wirkt leicht schwebend, teilnahmslos, scheint nichts auf die Reihe zu bekommen.
Erdung kann uns helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Es ist nicht schwierig, Erdung herbeizuführen:  Setze Dich hin, schließe die Augen und mache ein paar Atemzüge. Danach konzertiere Dich auf Deine Fußsohlen. Nun stell Dir vor, dass aus Deinen Versen Wurzeln wachsen. Diese Wurzeln suchen sich durch den Boden den Weg zur Erde. Sie wachsen immer mehr und bohren sich durch alle Wohn-Schichten, die sich unter Dir befinden, bis sie das Ziel „Erde” finden. Die Wurzeln wachsen tief in die Erde hinein. Wenn Du magst, kannst Du nun die alte, verbrauchte Energie, welche Du angesammelt hast, in die Erde abgeben. Anschließend nimmst Du neue Energie durch die Erde auf. Du kannst spüren, wie sich die Erdenergie über Deine Wurzeln in Dir ausbreitet. Genieße diese warme, nährende Energie solange Du möchtest und ziehe am Ende Deine Wurzeln wieder zurück durch alle Erdschichten, alle Räumlichkeiten, bis sie wieder in Deinen Versen verschwinden.