Das Leben ist bunt

bunte bänder
Jeder ist verschieden und doch sind wir alle gleich:
Wir alle suchen nach Anerkennung und Liebe.
Die Liebe zu sich selbst zu finden ist der Schlüssel zur Erfüllung.

Wenn du die Liebe in dir selbst bereits gefunden hast, strahle sie aus und trage sie in die Welt.

Sie wird es dir danken!

Selbstliebe

Mit der Selbstliebe verhält es sich wie mit einem Feuerwerk. Selbstliebe
Sobald wir die Liebe zu sich selber fühlen und leben, zünden wir die buntesten Farben an und leuchten förmlich. Das ist auch für andere sichtbar! Wir strahlen eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf unser Umfeld aus und ziehen positive Ereignisse in unser Leben. So wie wir uns selbst behandeln, werden wir von anderen behandelt. Gehe ich schlecht mit mir selber um und verharre ich in negativen Glaubenssätzen, spiegelt mir das mein Umfeld prompt wieder. Liebe ich mich selbst, genauso wie ich momentan bin- mit allen Ecken und Kanten – werde ich auch von Anderen geliebt. Einfach meiner selbst willen. Denn Alles steht mit Allem in Resonanz. Wir sind wie ein riesiges Puzzle, in dem ein Steinchen das andere perfekt ergänzt.

Mit Selbstliebe ist nicht die egoistische Liebe gemeint, mit der man mit den Ellbogen gegen den Rest der Welt ankämpft um sich durchzusetzen, sondern die Annahme von sich selbst als eigenes, nicht vergleichbares Wesen.
Ein Wesen, dass die Wahl hat die Liebe vergeblich im Außen zu suchen, oder die Liebe zu sich selbst findet und damit leuchtet wie ein Feuerwerk!

Liebe

Herz aus MurmelnWas wären die Menschen ohne die Liebe? Ohne Liebe wäre das Leben grau in grau. Wir würden wie Roboter funktionieren. Es gäbe keine Wärme, keine Nähe und keinen Zusammenhalt. Liebe bringt die Farben, die Würze in unser Dasein. Dort wo Liebe ist, wächst und gedeiht alles. Mit Liebe werden Kranke schneller gesund, mit Liebe kann man die leckersten Gerichte zaubern und erst die Liebe lässt unser Herz vor Freude singen. Es ist wirklich ein schönes Gefühl, die Herzens-Liebe zu leben. Ob das nun mit einem Partner, mit Familienmitgliedern, mit Tieren oder mit Blumen ist- überall und Jedem tut Liebe gut. Mit Liebe können wir in ein tristes Leben einen Regenbogen zaubern. Alltägliche Sachen, wie aufräumen oder putzen, gehen mit einer Portion Liebe leichter von der Hand. Auch die Arbeit gelingt besser, wenn sich die Liebe dazugesellt. Liebe ist, im positiven Sinne, ansteckend. Wenn wir in der Liebe sind, strahlen wir das auf unsere Umwelt aus. Je mehr Liebe wir zu „allem was ist“ entwickeln, umso mehr bekommen wir auch zurück. Jeder freut sich darauf, einem liebevollen Menschen zu begegnen. Es inspiriert und hilft, das eigene Leben aus einer neuen Perspektive zu sehen.
Darum meine ich, ein Tag ohne Liebe ist ein vergeudeter Tag.

Versuche es:
Lenke einen Tag lang Deine Aufmerksamkeit auf die Liebe. Lege Dich richtig ins Zeug und versuche jedes Geschöpf, das Deinen Weg kreuzt, jede Arbeit die Du erledigst, mit Liebe zu segnen. Dann lasse den Tag am Abende Revue passieren und frag Dein Herz, wie es sich fühlt…

Angst

Nikolaus auf einem Stuhl  5Ängste gibt es so viele wie Sand am Meer: Angst nicht zu genügen. Angst es nicht wert zu sein. Angst vor der Dunkelheit. Angst vor Krankheit. Angst vor dem Verlust eines lieben Menschen. Angst den Wohlstand zu verlieren. Angst vor dem Tod, Krieg und Zerstörung. Angst, dass die Welt untergeht.
Angst wurde eigentlich eingerichtet, um uns vor Gefahr zu schützen. Urzeitmenschen brauchten diese Angst, um überleben zu können. Sie mussten auf der Hut vor wilden Tieren und vor Rivalen sein. Der Stärkere überlebte. Obwohl sich unsere Zivilisation weiterentwickelt hat, schlummern diese Urängste noch immer in uns. Wir können sicher sein, dass kein Raubtier um die Ecke springt und uns an den Kragen will. Stattdessen fürchten wir uns vielleicht vor dem Briefkasten, in dem die nächste Rechnung auf uns lauert. Wir haben Angst, die Erwartungen nicht erfüllen zu können und zu scheitern. Und gerade diese Befürchtungen sind wie ein Schwamm, der diese Ereignisse förmlich anzieht! Negatives zieht Negatives an.
Wenn sich Kinder mitten in der Nacht eine Gruselgeschichte erzählen, kannst Du Dir sicher sein, dass sich die Angst nach und nach steigert und jedes Geräusch im Zimmer die Angst noch mehr beflügelt. Wie jedes Gefühl, ist auch die Angst zu würdigen und auch sie will gelebt werden- aber nur kurz und nicht permanent!
Zuviel gelebte Angst blockiert uns im Vorwärtskommen. Sie schränkt uns ein, nimmt uns die Luft zum Atmen. Sie manipuliert das Denken und macht eine neutrale Sicht unmöglich.

Erkenne Deine Angst und schaue sie Dir genau an:
Brauchst Du Deine Angst noch?
Hat sie einen Sinn?
Was würde geschehen, wenn Du sie loslassen würdest?
Was würde sich dadurch verändern?
Wie würdest Du Dich fühlen, wenn diese Angst weg wäre?

Wut

Kind 3Wir hören die Worte eines geliebten Menschen und sie tun uns weh. Was er sagt schmerzt und trifft uns mitten ins Herz. Wir schließen unser Herz und empfinden Kummer. Wir fühlen eine ungemeine Wut im Bauch. Diese Wut lässt uns mit Worten oder Taten um uns schlagen, um sich zu Verteidigen und den Anderen niedrig zu machen. Wenn der Andere die gleiche Taktik anwendet, schlägt er mit seiner Wut zurück und das Spiel fängt von vorne an und geht immer so weiter und weiter, bis Einer aufgibt. Schaut man sich diese blinde Wut näher an, nagt darunter eigentlich der Kummer des Selbstzweifels an unserer Seele. Die Kränkung hat unser Ego verletzt. Das können wir nicht zu lassen, darum diese Abwehrhaltung.

Sobald wir das Ego aber beiseite stellen, nehmen wir der Wut den Dorn. Dann ist es uns möglich den direkten Weg zu den Selbstzweifeln zu nehmen und den Kummer anzuschauen. Dann sehen wir ganz genau, was uns so verletzt hat und warum wir so reagieren. Dann erkennen wir auch, warum der Andere in diesem Moment die verletzenden Worte verwendet hat und was in seiner Lebenssituation diesen Frust ausgelöst hat. Durch dieses Verstehen löst sich der Kampf auf. Die eigene Sichtweise wird durch die Sichtweite des Anderen erweitert und so entsteht ein Ganzes. In diesem Ganzen liegt die Lösung für das Problem, nicht in der blinden Wut.

Trete beiseite und frage Dich:
Was tue ich, wenn die Wut in mir hochsteigt?
Lebe ich sie aus?
Lebe ich sie solange aus, bis der Andere aufgibt?
Unterdrücke ich sie, damit kein Streit entsteht?
Versuche ich zu verstehen, warum der Andere so gehandelt hat?
Versuche ich seine/ihre Sichtweise zu verstehen?
Was liegt unter meiner Wut?

Gefühle

Wald spiegelt sich im See 2Wenn man unser Leben als Landschaft betrachtet, sind die Gefühle der Fluss der mitten hindurch fließt. Dieser Fluss gibt der Landschaft das Leben, die notwendige Fülle, um unsere Früchte zu ernten. Ohne ihn wäre die Landschaft karg und öde. Dieser Fluss kann mal gemächlich vor sich hinplätschern, oder aber zum reißenden Gewässer werden, je nach Gefühlslage. Und es gibt eine ganze Bandbreite von Gefühlen, von Todtraurig bis zum absoluten Glück. Dabei hat jedes einzelne seine Berechtigung und auch seinen Grund. Jedes Gefühl möchte erkannt und gelebt werden und das am Besten sofort. So fließt unser Fluss an Gefühlen durch die Landschaft und schenkt uns reife Früchte und Entwicklung. Wird das Gefühl unterdrückt, so bauen wir seitlich des Flusses eine Betonmauer. Vielleicht taten wir das schon in der Kindheit, weil uns gesagt wurde, dass wir nicht weinen sollen und nicht wütend werden dürfen. So zwängten wir den Fluss ein und ließen ihn nicht seinen eigenen Lauf nehmen. Und jedes Mal, wenn eine Situation in unserem Leben eintritt, die wie starker Regen auf unsere Landschaft fällt, steigt der Fluss an. Mit jedem Regenfall wird der Wasserstand höher und höher.
Wenn wir den Fluss nicht mit unserer Betonmauer eingezwängt hätten, könnte er sich jetzt seinen Weg selber suchen. Unsere Landschaft wäre zwar kurzfristig verändert, aber sobald das Wasser wieder sinken würde, könnten wir wieder unsere Früchte ernten.
Durch diese Betonmauer jedoch, steigt der Fluss so lange an, bis er über die Ufer schwappt.
Dann ist unsere Landschaft für längere Zeit nicht mehr bewohnbar, Chaos breitet sich aus und auch die Früchte sind weggeschwappt.
Darum ist es wichtig, unsere Gefühle zu erkennen und auszudrücken.

Trete beiseite und frage Dich:
Wie weit lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf?
Wie drücke ich sie aus?
Habe ich „Betonmauern“ aufgestellt, um meine Gefühle einzuzwängen?
Was würde passieren, wenn ich meinen Gefühlen mehr folgen würde?
Erlaubt es mir mein Umfeld, meine Gefühle auszudrücken?
In wie weit erlaube ich es mir selbst?

 

Geben und Nehmen

Wage 7Das Leben besteht ständig aus Geben und Nehmen.
Es ist ein sehr befriedigendes Gefühl jemanden etwas Gutes zu tun und zu geben. Das kann Sicherheit, Liebe, Geborgenheit oder tatkräftige Unterstützung durch die Körperkraft sein. Wenn ich andererseits Hilfe nötig habe, freue ich mich, wenn da eine helfende Hand oder eine Schulter zum Anlehnen ist.
Im Idealfall sollte es so sein.
Beides ist gleich wichtig: Geben und Nehmen. Es verhält sich dabei wie mit einer Waage: wenn eine Seite zu viel gelebt wird, kommt ein Ungleichgewicht zustande.

Zum Problem kann das Prinzip des Geben und Nehmens werden, wenn man immer nur gibt und nichts zurück bekommt, beziehungsweise sich nichts zurückgeben lässt. Gerade Menschen, die gerne helfen, tappen häufig in dieses Ungleichgewicht. Je nach Charakterzug kann das vielleicht eine lange Zeit gut gehen. Bloß irgendwann kommt der Punkt, da geht es nicht mehr. Man fühlt sich schlapp und ausgelaugt. Die Energie fehlt. Das Leben zieht an einem vorbei, als ob man nur ein Zuschauer wäre.

In dieser deprimierenden Situation angekommen, sprechen die Einen es laut und deutlich aus, so dass Jeder gleich weiß woran er ist. Die Anderen schweigen stumm vor sich hin und schlucken es runter, bis sich das Problem verselbstständigt und als körperliche Beschwerde manifestiert. Der Körper will daran erinnern seine Seele zu schonen und kürzer zu treten. Die Segel neu auszurichten und anderen Meere zu bereisen.

Trete beiseite und frage Dich:
Zu welcher dieser Gruppe Mensch gehöre ich?
Sage ich laut und deutlich, wenn ich mich ausgenutzt und ausgelaugt fühle?
Kann ich Hilfe annehmen, wenn es mir schlecht geht?
Kommen für mich zuerst die Anderen und dann ich?
Wurde es mir in der Kindheit beigebracht still zu sein und durchzuhalten?
Sehe ich die Anderen an mir vorbeisausen, nur ich stehe still?
Nehme ich mir die Zeit, mich um mich selber zu kümmern?
Kann ich „Nein“ sagen?