alte Laterne 1Für mich bedeutet Lichtarbeit, das Licht dort hinzugeben, wo es noch dunkel ist. Diese „dunklen“ Stellen fühlen sich schwermütig und traurig an. Wenn man sie aber ein bisschen näher beleuchtet, verlieren sie ihren Schatten. Das berühmte Glas Wasser kann entweder als halb leer, oder als halb voll gesehen werden. Halb leer bedeutet, sich mit Ängsten herumzuschlagen und dauernd zu bangen, dass es sich nicht ausgeht. Das man nicht genug hat. Nicht genug an materiellen Gütern, nicht genug Geld, nicht genug Gesundheit, nicht genug Liebe. Wichtig ist der Punkt, wo man sich zu fragen beginnt: Wie komme ich da wieder heraus aus meiner Sackgasse? Wie kann sich das Wasserglas wieder füllen? Da kommt dann der positive Kampfgeist, das Resignieren weicht.
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Einstellung dazu die Antwort ist, wobei nicht das positive Denken alleine, alles gut macht. So nach dem Motto „Schwamm drüber.“ Lichtarbeit ist es, den Scheinwerfer darauf zu tun, genau auf das Problem und nicht den Schwamm rüber zu legen und es zuzudecken. Das heißt aber auch, dass es momentan schmerzlich sein kann. Denn wenn man sich bewusst wird, warum man so handelt und welchen Ursprung so manches Muster eigentlich hat, kommen längst verdrängte Situationen wieder ans Tageslicht. Aber genau dort gehören sie auch hin! Verdrängung führt zum Aufstauen des Schattens. Und je mehr Schatten da ist, umso dunkler wird es. Wenn man den Weg des Lichtes wählt, schaut man den Tiger ins Auge, fühlt den Schmerz und lässt ihn dann los. Durch das Loslassen lösen sich Blockaden auf und die Energie kann wieder ins fließen kommen.

Es gibt sehr viele Menschen, die als Lichtarbeiter dienen, ohne dass sie es selber so bezeichnen würden. Das macht aber nichts. Ich kann schon verstehen, dass das Wort „Lichtarbeiter“ nicht Jedermanns Sache ist. Für Manche klingt es vielleicht überheblich, abgehoben und wie nicht von dieser Erde. Die nennen es lieber „guter Mensch“ oder „guter Christ“. Jeder kann seine eigene Definition dafür finden, ich nenne es Lichtarbeiter
Es sind Leute die man auf der Straße nicht als solche erkennt. Sie sind ganz gewöhnlich, vielleicht sogar unscheinbar auf den ersten Blick. Aber bei näherer Betrachtung sieht man ihre Ausstrahlung, ihre Aura. Sie haben warmherzige Augen und sind mitfühlend. Sie sind freundlich und schenken ein Lächeln, einfach so, ohne etwas zu erwarten. Sie strahlen und sind eins mit der Welt, auch wenn sie nicht studiert haben oder reich an materiellen Gütern sind. Sie sind reich an Liebe.
Und, liebe Leser, Lichtarbeiter sind ansteckend- jeden Tag werden es mehr…